Informatik an der Radboud University

Mirjam van Nahmen studiert Informatik an der Radboud University und berichtet uns von ihren Erfahrungen.

Warum ich Informatik in Nimwegen studiere?

Diese Frage wird mir schon oft gestellt, wenn ich erzähle, was ich zur Zeit mache. Dabei finden die meisten direkt zwei Dinge merkwürdig. Erstens, warum studiere ich als Mädchen Informatik, und zweitens, wie kommt man darauf in den Niederlanden und da speziell in Nimwegen zu studieren.

Also das erste kann ich für mich persönlich so beantworten, dass ich schon immer jemand war, der logisches Denken, Mathe und Technik liebte. Meine Freundin erzählt, dass ich schon in der 7. Klasse wusste, dass ich später etwas mit Informatik machen will. Also gesagt getan, ich wählte Informatik als Wahlpflichtfach in der Mittelstufe, später dann Elektrotechnik als Leistungskurs und dann hieß es nach dem Abi, was nun?

Die meisten meiner Klassenkameraden zog es zum Studium nach Aachen, doch ich wollte dort nicht hin. Der Campus war mir viel zu groß und anonym. Dann bot sich noch Köln an, allerdings bot der Informatik-Bachelor dort nicht die umfassenden Themen, die ich mir gewünscht hätte. Also fiel das auch weg.
Daraufhin hat mir meine Tante erzählt, dass es bei ihr in der Nähe auf der niederländischen Seite eine Uni gibt, die demnächst Tag der offenen Tür hat. Ich war erst Mal recht skeptisch, weil ich ja gar kein Niederländisch konnte, aber meine Eltern meinten, ich sollte es mir zumindest einmal anschauen.
Dieser Informationstag hat mir sofort gefallen. Die gesamte Beta-Fakultät, also die Naturwissenschaften, Mathe und Informatik, sind in einem Gebäude untergebracht, alles war recht neu und sehr gut ausgestattet. Die Atmosphäre war echt freundlich und der Umgang miteinander ungezwungen.

Die Studiengänge sind alle übersichtlich organisiert und man hat das Gefühl, nicht im Massenbetrieb unterzugehen; Informatik hat z. B. jedes Jahr nur so rund 50 Neuzugänge (bei einer sehr niedrigen Abbrecherquote), so kennt eigentlich fast jeder jeden. Ja selbst die Dozenten kennen ihre Studenten mit Namen. Hier ist jeder per Du und das nimmt einem manchmal doch die Hürde, den Dozenten anzusprechen und einfach etwas zu fragen.
Der Unterricht hier ist auch nicht so, wie ich ihn bei den deutschen Unis bisher erlebt hatte. Zwar steht der Dozent vorne und erzählt über sein Thema, aber interaktiv mit den Studenten. So werden oft auch Fragen gestellt, und Studenten kommen auch nach vorne, um etwas zu erklären.

Selbst meine größte Sorge, mit dem Niederländischen nicht klar zu kommen, hat sich nicht bestätigt. Ich meine, ich war nie gut in Sprachen, aber inzwischen spreche ich fast fließend die Sprache. Grundlage hierzu war ein von der Uni angebotener vierwöchiger Crashkurs, der zwar anstrengend war, aber hervorragend auf das angestrebte Studentenleben vorbereitete.
Dazu kommt noch die niederländische Kultur, die ist der deutschen zwar ähnlich, aber man lernt trotzdem immer wieder Neues und merkt, es ist doch nicht das Gewohnte. Sprich, es ist und bleibt ein Auslandsstudium und ich finde, das klingt echt gut, wenn man so etwas auf seinem Lebenslauf stehen hat.

Wir bedanken uns bei Mirjam van Nahmen.

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